Müssen nur wollen (Part II.)

Ja muss ich denn? Und wenn nicht, was soll ich wollen…oder besser: Was will ich eigentlich? Und will soll ich das spüren, wenn ich immer nur dem hinterheretze, was ich wollen soll?

Ich habe es denke ich schon mal erwähnt. Ich hab das so ein kleines Problem. Eine Krankheit, die kommt und geht wie es ihr gerade passt. Jetzt, da der Sommer endgültig gegangen ist, ist für diese genau die richtige Zeit wieder zurückzukommen. Das heißt, ich bin froh, wenn ich funktioniere. Wenn ich Schritt halten kann. Und das schaffe ich im Augenblick. Nicht mit Leichtigkeit, aber es geht. Und dabei geht es mir einigermaßen gut.
Das ist eine ganz neue Welt. Wenn ich nur ein Jahr zurückblicke sah das ganz anders aus. Gehen wir 2 Jahre zurück erinnere ich mich an viele durchgeweinte Nächte. Und nur ein halbes Jahr davor gab es Tage, an denen ich das Bett nicht verlassen habe.

I´ve come a long way.

Und doch…schaffe ich es einfach nicht mit mir im Reinen zu sein.

Da sind die Fragen, die andere mir stellen, und die Erklärungsnot in der ich mich dann sehe.
Das versteh ich aber nicht, Nyx, warum studierst du denn nicht?
2003? Und was hast du seit dem Abi gemacht?

Da sind die Fragen, die ich mir selbst stelle:
Wirklich? Ich konnte nicht studieren? War ich nicht einfach zu faul?

Da ist diese Vision eines Lebens, das ich gerne hätte, jetzt. Sicherheit, Liebe, Familie.

Und da ist dieses Idealbild, was es bedeutet ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu sein.
Von zahllosen Hobbies, über ein blühendes Sozialleben und die richtigen Geldanlagen bis hin zum aktiven Konsum. Vom Ausnutzen der Talente, über die Selbstfindung bis hin zum gesunden, trainierten Körper.

Herzlichen Dank, ich bin froh, dass ich überhaupt gelernt habe zu funktionieren. Und das Beste: Meistens bin ich mit der Situation einigermaßen zufrieden.

Doch eins weiß ich: Auf Dauer ist mir Zufriedenheit nicht genug. Ich will Glück!

Nicht immer und jeden Tag, aber immer und immer wieder. Ich weiß was ich dazu brauchen soll, ich weiß was ich dazu können sollte…aber am Ende werde ich herausfinden, was ICH brauche. Nicht mehr und nicht weniger.

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3 Kommentare zu „Müssen nur wollen (Part II.)

  1. mach dir nicht auch noch glücksdruck. der andere von außen ist schon stark genug. nach diesem idealbild bin ich momentan vollkommen wertlos. es ist gut, daß es einige menschen gibt, die dich auch dann noch stützen, wenn du so fühlst wie du fühlst.

    1. Wahrscheinlich hast du recht, was den „Glücksdruck“ angeht. Das ist irgendwie mein persönliches Äquivalent des Märchenprinzen auf dem weißen Ross. Ein Ideal, das so alt ist, dass ich es nicht in Frage zu stellen wage, auch wenn ich tief in mir am Realitätsgehalt zweifle.
      Ich frag nochmal nach…:)

      Ich wünsche dir einen schönen 1. November.

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