Wer hat an der Uhr gedreht

Ist es wirklich schon so spät?

Für heute hatte ich versprochen euch die Geschichte zu liefern, wie ich mein Handy aus dem Fenster geworfen hab. Daraus wird leider nichts. Weil die Zeit mir mal wieder davon rennt, wie dem weißen Kaninchen aus Alice im Wunderland.

Dabei hatte ich einen wasserfesten Plan. Ich bin total früh (ehrlich, ich hab nur 7 Stunden geschlafen) um kurz nach 9 aufgestanden, weil ich vorhatte noch eine Runde schwimmen zu gehen.

Ich frühstückte gemütlich und war bereit auszufliegen, da wachte F. auf und irgendwie wurde die Gravitation rund ums Bett plötzlich unwiderstehlich. Etwas später als ideal gewesen wäre, kam ich zum Main, zu meinem Sonnenbad und zu ein paar halbherzig sportlichen Schwimmrunden. Glücklicherweise hatte ich meine Uhr zuhause vergessen und spürte bei meinem kleinen Ausflug in den Urlaub keinerlei Zeitdruck.

Auch als ich wieder nachhause kam passte noch alles, zeitlich betrachtet. Woran ich nicht gedacht hatte war, dass man ja auch mal Hunger bekommt, wenn man sich mit Wasserspielen die Zeit vertreibt. Also musste flugs noch ein leichtes Mittagessen her. Dann musste ich meiner Familie in unserer Whatsapp-Gruppe noch dringen ein Foto von dem Tomatenkern schicken, der in der geschlossenen Frucht begonnen hatte auszutreiben, woraus sich ein ausführliches Gespräch (über geplanten Nachwuchs und wer von uns eigentlich am verrücktesten sei) ergab. Dann musste ich noch duschen, die Wäsche aufhängen, die Haare kämmen, meine Sachen packen und in 13 Minuten sind wir zum Pen&Paper verabredet.

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Dieser Text wird von mir nicht mehr auf Rechtschreibung und Grammatik überprüft.

Ich wünsche euch einen wunderbaren Sonntag und hoffe ihr findet wenigstens mal 10 Minuten, um euch die Sonne auf die Zehen scheinen zu lassen.

Leben ist gut.

Freitags-Füller #136

1.  Heute werde ich mal wieder in fremde Welten abtauchen (DSA!!).

2.  Wie das Gekochte nachher ausschaut ist manchmal nicht so wichtig, Hauptsache es schmeckt.

3.  Jetzt ist November und die Blätter fallen und DieNyx wird ein bisschen melancholisch. Aber macht nix, denn jetzt backen wir Kekse, trinken Tee, genießen das warme Wasser im Schwimmbad, machen jede Menge Aufläufe (da wird die Küche so schön warm) und schießen tolle Herbstfotos.

4.  Dass ich im Moment kaum mal eine Minute habe, um mich in „meine Höhle“ zurückzuziehen nervt.

5.  Meine Oma sagte immer  ganz arg viele lustige Sachen, die aber nicht so ganz politisch korrekt sind. Aber am meisten wiederhole ich für mich selbst: „Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen.“ Vergesslichkeit ist sch…lecht.

6. Tee trinke ich dampfend heiß. Kaffee wird bei mir immer kalt, weil ich ihn irgendwo stehen lasse.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf auf meine DSA Runde , morgen habe ich Partyunterstützung, Partyfeierei und zu spät ins Bett gehen  geplant und Sonntag möchte ich ausschlafen und dann meinen Bruder besuchen !

Danke an Barbara!

Und euch allen ein schönes Wochenende!

Chefmäßig, diesmal aber wirklich!

Stellt euch vor, ich war auf dem Oktoberfest!

Obwohl ich in Bayern lebe war ich gestern zum allerersten Mal in meinem Leben in München. Unglaublich aber wahr.

Zwei Dinge vornweg:
1. Die Münchner sind echt gut organisiert.
2. Das Oktoberfest stinkt.

Punkt 2 ist für diese Geschichte nicht relevant, muss aber erwähnt werden!

Die 300 Kilometer nach München mit dem Auto geflogen. Nein, ich hab mich hier nicht verschrieben. Mein Cousin fährt nicht einfach Auto. Er benutzt sein Vehikel wie ein Düsenflugzeug!

Schlau wie wir nun einmal sind haben wir gar nicht erst versucht in der Nähe der Wiesn zu parken. Wir haben uns mit Hilfe von Smartphone und Navi in der relativen Nähe einen Parkplatz gesucht, um dann mit der U-Bahn weiterzufahren. Natürlich hätte man das auch im Vorfeld schon planen können, aber dann hätten mein Cousin und seine Freundin ja keinen Grund gehabt sich beinahe zu streiten.

Wir betraten die U-Bahn und hatten keine Ahnung, wo wir waren, in welche Richtung wir fahren mussten oder was für eine Karte wir brauchten. Doch wie gesagt, die Münchner sind gut organisiert. Und ich konnte endlich unter Beweis stellen, dass ich doch eine gute Anführerin bin, oder zumindest eine gute Navigatorin.

Also während meine beiden Cousins und oben erwähnte Freundin noch orientierungslos durch die Eingangshalle der U-Bahn liefen hatte ich schon den Fahrkarten-Automaten erspäht.

Also wir brauchen?

Eine Tageskarte? Wir wollen ja vielleicht noch in die Stadt, also Check..

Zone? …Kernbereich oder sowas, Check…

3-5 Personen? Richtig! Check!

Neuneuronochwas? Coool, das ist ja richtig günstig.

„Ey Leute, Tageskarte, bis 5 Personen, gilt bis morgen früh um 6, machen wir oder?“

Ich war voll chefmäßig drauf, sammelte das Geld ein, zog die Karte, entwertete sie und wollte sie dann jemandem zum Einstecken geben. Meine Handtasche ist enorm groß, da drin geht immer alles verloren. Wie groß? Kennt ihr die Tasche von Hermine Granger aus Harry Potter? Genau…also ich versuchte die Karte loszuwerden.

Drei Leute hielten mir
a) eine ebenso große Handtasche,
b) einen Geldbeutel, der in die Arschtasche einer Jeans gesteckt werden sollte und
c) eine Zigarettenschachtel entgegen.

Ich steckte die Karte in die Schutzhülle von meinen Fotoapparat, der mit einem kleinen Karabiner am Bügel meiner Tasche festgemacht wird.

„Ihr habt gesehen wo die Karte ist? Gut! Los geht’s!“

Wir fuhren mit der Rolltreppe nach unten. Wir fanden die Tafel mit den Linienplänen. Wir verstanden …Bahnhof!
Alle diskutierten: Wir müssen glaub ich hier…ne da…also letztes Jahr….welche Station?…steht da irgendwo Theresienwiese? Nervös wie wir Touris nun mal waren machten wir sogar ein Foto von unserer U-Bahn Station, falls wir vergessen würden wo wir eingestiegen waren.

Gut, dachte ich, ohne Fragen geht es hier nicht. Ich entschied mich dagegen das Pärchen, das Lederhosn und Dirndl trug, mit „Servus“ zu begrüßen, war mir aber sicher, dass die Einheimischen das hier so machen:
„Entschuldigung, wir wollen auf die Wiesn (oh ja, ich sagte Wiesn, ich war schon ein bisschen stolz) wissen Sie, wie wir da am besten hinkommen?“
„Ja, “ sagte die Frau, „Sie steigen gegenüber in die Eins und dann am Bahnhof wieder aus…“

Sie erklärte den Weg sehr präzise und auf Hochdeutsch…schade, ich mag den Münchner Dialekt und verstehe ihn fließend. Mit dem Sprechen…aber ich schweife ab. Ich hatte keine Sorge die Theresienwiese zu finden.

Wir mussten zwischendurch einmal umsteigen, was schon ein kleines Erlebnis war, weil wir auf bayrisch von einem U-Bahn-Moderator zur anderen Bahn hinüber gelotst wurden. Und auch als wir an der Theresienwiese ausstiegen wurde der Fußgängerverkehr per Mikro-Durchsage in die richtigen Bahnen gelenkt. Ich fühlte mich wirklich gut aufgehoben obwohl Tunnel und U-Bahnen mir sonst einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Ein Wiesn-Besucher verabschiedete sich mit einem lauten und überschwänglichen „Tschüß!“ von dem U-Bahn-Moderator, da wurde der ein wenig unfreundlich:

“Net `Tschüß`! Bei uns hoast des `Pfiat di`.“

Über die Wiesn an sich muss ich euch hier nix erzählen, das dürfen in den nächsten Tagen die Bilder machen, die ich geschossen habe. Nachdem uns irgendwann nach Einbruch der Dunkelheit klar geworden war, dass wir auf diesem Fest an diesem Tag kein Bier mehr bekommen würden, weil überall wegen Überfüllung geschlossen war, entschieden wir uns zum Ostbahnhof oder zum Stachus zu fahren.

„Wo sind wir noch mal reingekommen?“
„Hier ist ein Ausgang,“ meinte ich,“ aber reingekommen sind wir auf der anderen Seite von dem Stand da.“

Ich konnte es nicht glauben, was war nur mit meinem Orientierungssinn los? Ich konnte mich an die Richtung erinnern, aus der wir vor 6 Stunden gekommen waren? Erstaunlich!
Ich führte also meine kleine Truppe chefmäßig zurück zur U-Bahn Station. Da standen wir nun.

„Wohin jetzt? Wo steigen wir ein?“

Ich sah schon, meine kleine Truppe brauchte starke Führung. Und Anführerin war ich, ich hatte DIE KARTE! Also besah ich mir den U-Bahn Plan.

„Ja also, wir fahren jetzt mit der Bahn bis zum Bahnhof zurück und dann schauen wir mal wie wir weiter kommen.“

Woah, ich konnte sogar autoritär sein UND Entscheidungen treffen.

„Hop, hop, rein mit euch!“
In der Bahn studierte ich den Streckenplan.

„Also wir müssen gar nicht am Bahnhof umsteigen, wir fahren einfach noch ein paar Stationen weiter.“
Die Freundin:“Bist du dir sicher? Ich weiß gar nicht wo wir hin müssen?“
„Jaaah, vertrau mir, ich weiß Bescheid.“ Oh ja, ich war mir sicher! Hach, das war ein gutes Gefühl!
„So, und hier aussteigen…E. du auch zack zack!“

Lange Rede kurzer Sinn:

Ich machte die negative Erfahrung mit der Meuterei in der gestrigen Nacht mehr als wett. Ich führte meine Mannschaft zum Stachus und vom Stachus zur Kultfabrik am Ostbahnhof und vom Ostbahnhof wieder zurück zum Stachus und vom Stachus wieder zurück zur Ausgangsstation und von da zum Auto.

Es gab KEINE Meuterei, ich hatte alles im Griff und ich wusste sogar am Ende noch wo ich am Anfang das Gruppenticket untergebracht hatte.

Chefmäßig! Man bin ich gut!