Abendlicht

Die Sonne fließt wie warmer Honig über das Land,

die Luft spricht noch flüsternd von der Hitze vergangener Tage

und mit leichtem Bedauern verabschieden sich die Farben des Sommers,

steigen aus der Erde auf in die Wipfel der Bäume.

 

Im Sommer schließe ich die Augen,

blinzle kurz.

 

es ist Nacht

es wird Tag

es ist Herbst

 

Jetzt,

sanft schlafend im endlosen Abendlicht einer immer versinkenden Sonne,

atmet jeder Tag Frieden.

Fragment meiner Gedanken in viel zu vielen Worten (X. Klick)

Manchmal geht ein leises Klicken durch die Welt.

Du findest dich plötzlich genau da, wo du gerade sein sollst.

Eine sanfte Erschütterung.

Klick.

Und alles steht.

Glasklar leuchtet die Welt vor deinen Augen.

Alles ist an seinem Platz.

Perfektion.

Stille im Moment.

Rauschen in deinen Ohren und das Summen der Welt in deiner Blutbahn.

Du erschauerst.

Ach, Augenblick: Verweile doch, du bist so schön!

Ich spreche aus, was ich fühle: Ich bin glücklich, endlich macht alles einen Sinn!

Genieß es, sagt eine Stimme, die nicht meine ist, es wird nicht lange so bleiben.

Ich weiß sage ich, drehe mein Gesicht in die Sonne, ich weiß.

Stille, Wärme, Rauschen.

Klick.