Falling heart over heels (but slowly)

I am still on my way and where else would I be.
I feel I have arrived somewhere new and can never stop to admire the view.
Like a shark I would suffocate if I ever stopped moving.

And here I am, opening and closing my mouth as if I were. Here I am, shutting up again without saying the words.

There they are, those words.
A while ago I said I was not in love with you. I know what I am with you. I am at ease. I am safe. I am hungry. I am.

I open my mouth and here they are. Those words. Etched into the rim of my tongue.

. . .

I have no idea, no plan, how life with you is supposed to look like. And I do not fret. I do not hesitate and I am not scared.
Everything is going to be just right.

I . . .

Do you know, that I have been looking for you?
You are the one that allows himself to feel the world and you are not scared.
You are the one with the silly laughs.
You are the one with the stupid comments.
You are the one that sees without judging.

I have it at the tip of my fingers, feel it between my teeth, catch it in my breath, when I look into your eyes.

. . .

All of this is so sudden.
I am not ready to trust again.

I do trust you.
But I do not trust myself.
I am afraid.

 I might just be using you
to get away from all this shit 
with him –  No, I will have no more of that.

You are just who you claim to be.
You are just who I believe you to be.

There are no heart-shaped glasses.

I…

I see you
complex and imperfect
as you are.

So why do I feel I need more time
when all I want is to spend more time with you?

I am scared shitless.

Do I really dare to love you, when all of this could just be another hallucination my fucked up brain creates to make me feel like peace existed?

I want to feel everything with all my heart as if I had forgotten how to be afraid.

Lücken schließen

Da war diese Beziehung, die ein riesen Loch in mein Leben und mein Herz gerissen hat. Eine Beziehung, so intensiv, dass ich sie jetzt nicht mehr von einer Abhängigkeit unterscheiden könnte.

Als es zu Ende war, wirklich zu Ende, wusste ich zunächst nicht, was ich mit diesem Loch machen sollte.

Wie sollte ich allein je genügen, um das zu heilen, um all das zu sein, was wir zusammen gewesen waren, um all das nicht zu fürchten, was er aus mir gemacht hatte, um zu werden, wen ich dank ihm zum ersten Mal in mir gesehen hatte?

Ich habe es geschafft. Allein und doch nicht allein. Ich habe geschrieben und geweint, geredet und geschrien, bin gestürzt und auf allen Vieren weiter gekrochen, bis ich wieder aufstehen konnte.

Ich habe die Augen verschlossen, vor der Wahrheit, bis ich genug Mut hatte, mich ihr zu stellen. Und dann bin ich hin gegangen, zu dieser Wahrheit und es fing alles von vorne an.

So sieht die Wahrheit aus, ungeschmückt, ungeschminkt und nicht relativiert:

Wir waren abhängig voneinander.

Ich bin jetzt eine, die von ihrem Partner geschlagen wurde.

Du bist jetzt einer, der seine Partnerin geschlagen hat.

Ich habe gestritten, relativiert, beschönigt, umformuliert, erklärt. Und alles war wahr. Doch die nackte Wahrheit schmerzt noch immer.

Ich bin eine Frau, die geschlagen wurde und dennoch an der Beziehung festhielt.

Als ich mich dieser Wahrheit stellen konnte und die Narbe, die ich im Spiegel sah, dieser Wahrheit zuordnen konnte, war ich nicht auf den Schmerz gefasst, der damit zurück kam. Ich hatte nicht gemerkt, dass ich es nie wirklich zugegeben hatte. Doch dann begann das Loch sich zu schließen.

Fast wie von alleine. Und es kehrte Ruhe ein, in meine Mitte.

Jetzt ist da ein neuer Mann. Obwohl ich nach ihm gesucht hatte, bin ich fürchterlich erschrocken, als ich ihn gefunden habe. Ich hatte geglaubt, der nächste würde ein Lückenbüßer sein, einer der für die Fehler des anderen bezahlt, indem er mein Herz nicht gewinnen kann, weil ich mich nicht traue es zu öffnen.

Doch diesmal ist es anders. Dieser hier ist anders. Alles ist so selbstverständlich, so einfach und widerstandslos, so schön, dass mir am Anfang einfach nur schwindelig war.

Zuerst kam er mit Ruhe und Wärme in mein Leben, doch der Sturm folgte auf dem Fuß und riss mich mit. Alles ist unvertraut und vertraut zugleich. Und jetzt ertappe ich mich dabei, wie ich nach etwas suche, das immer noch fehlt. Aber da fehlt nichts. Nichts außer dem Drama, an das ich mich so gewöhnt hatte.

Ich bemühe mich darum, mit der Suche nach dem Ding, dass alles in ein anderes Licht rückt, aufzuhören.

Es ist, wie es ist.

 

 

 

Sandburgen

Am Ende stand sie vor der Sandburg.

Ebbe. Das Meer… War hier nicht eben noch das Meer gewesen?

Schäufelchen, Eimerchen und Förmchen hatte sie gegen den aufblasbaren Hammer getauscht.

Sie fand es witzig, oder tragisch, je nach Betrachtungsweise, wie sie noch Minuten vorher den Sand nass gemacht hatte, damit er besser klebte. Mit dem Förmchen hatte sie die Fassade verziert (Blumenmuster) mit dem Schäufelchen ein paar Unebenheiten geglättet und dann den Burggraben zugeschüttet.

Wozu ein Burggraben, wenn jeder Dahergelaufene ihn doch mit einem Schritt überwinden konnte.

Sie wollte sich den Anblick ihrer Sandburg noch einmal ganz genau einprägen, sich noch ein letztes Mal an ihrem Werk erfreuen, bevor sie es dem Erdboden gleich machte.

(Sie traf sich mit ihm zu Abendessen. Sie kochten gut zusammen, was wirklich etwas Besonderes war. Sie wurde beim Kochen gern ungeduldig und herrisch. Sie genossen hoffnungsvolle Gespräche, süffigen Wein. Dann kuschelten sie sich in sein Bett und sahen einen Film. Er mochte gerne Independence Filme, bei denen man zwar kuscheln konnte, aber nur wenn man genaues Zuhören mit Kuscheln kombinierte. Sie schliefen miteinander. Es war wunderschön, fast so, als wären sie verliebt.)

Sie schwang den Hammer.

QUIEK! traf der Hammer auf die Sandburg. Im Kopf des aufblasbaren Hammers befand sich eine kleine Hupe.

(Das mit uns, mehr als es jetzt ist wird es nicht, oder?)

QUIEK!

(Nein, ich habe leider nicht diese Gefühle für dich. Ich erforsche meine Gefühle schon die ganze Zeit, suche danach. Aber es ist nicht da.)

QUIEK!

Sie sah hinab zum dem feuchten Hügel Sand zu ihren Füßen. Da sie auf den Anblick vorbereitet war, tat es zunächst nicht sonderlich weh. Ein kleines Bedauern, das war alles was sie spürte.

(Ich habe zwar keine Ahnung, was ich hier mache, aber ich mag das, was zwischen uns ist. Ich will es nicht beenden. Das was ich suche ist jedoch etwas Anderes, ich will eine Beziehung, etwas Echtes. Wenn ich merke, dass das hier *sie macht eine einschließende Handbewegung* mich daran hindert, dann ist es vorbei.)

Sie kniet sich in den Sand und schiebt mit den Händen einen kleinen Haufen zusammen.

Sandburgen…kein Mensch kann in einer Sandburg leben, auch wenn sie noch so schön ausschaut. Wir brauchen ein echtes Zuhause, ein Dach über dem Kopf, das Sicherheit bietet. Eine offene Tür…

(Nimm dir eine Woche Zeit oder so. Denk darüber nach, ob es für dich wirklich O.K. ist.)

Sie nimmt das Förmchen in die Hand.

(Klar, ich wusste ja eigentlich vorher schon, was passiert. Ich habe mich auf diese Situation vorbereitet.)

Sie steht da, in der einen Hand den Hammer, in der anderen das Förmchen. Sie denkt nach.

„ES“

QUIEK!

„IST“

QUIEK!

„NICHT OK!“

(Es ist besser als nichts.)

Da steht sie, mit dem Schäufelchen in der einen und dem Förmchen in der anderen Hand. Der aufblasbare Hammer treibt irgendwo hinter ihr im Wasser.

In dem Haufen nassen Sand vor ihr liegt ein unscheinbarer Kiesel. Wenn man diesen Kiesel ins Wasser legt, dann scheint er durchsichtig zu sein und glänzt in vielen schönen Farben, grün, blau und violett.

Sie nimmt den Kiesel in die Hand und er wird warm, so warm wie ihre Haut. In der gewölbten Handfläche sammelt sich eine kleine Pfütze aus Licht. Grün, blau, violett. Langsam verschwinden die Farben, während der Stein trocknet.

Sie legt ihn auf einen Hügel aus Sand und macht sich daran, einen Graben zu buddeln, den die Flut später mit Wasser füllt.