I can feel the night beginning (IX: Eva)

(Some warning first: Bisher ging ich davon aus, dass die Leser meines Blogs durchweg Erwachsene sind und da ich das weiterhin tue ist das Folgende für alle Leser geeignet. Sagen wir: In sexueller Hinsicht ist mir in diesem Kapitel a bisserl die Feder ausgerutscht. Aber echt nur a weng. Wenn ihr mir verzeiht kann ich mir auch verzeihen 😉 Enjoy!)

Unentschlossen stand Josua vor dem Mietshaus in dem Rose lebte. Stundenlang hatte er nach seinem Handy gesucht, war erfolglos sämtliche Wege der vergangenen Nacht abgelaufen. Es war nicht so, dass er für irgendwelche Freunde erreichbar sein musste. Aber sein Handy war seine Möglichkeit Kontakt zu seinem großen Bruder Simon aufzunehmen. Simon war der einzige Mensch, der ihm etwas bedeutete und zugleich der zerbrechlichste den er kannte. Seufzend nahm er sich zusammen und drückte die Eingangstür auf.  Er hatte keine Idee mehr, in welchem Stockwerk Rose wohnte, also musste er sämtliche Klingelschilder studieren. Im Erdgeschoss war eine Arztpraxis „Dr. Rosensteuz“. Der Jäger schmunzelte. Im ersten Stock fand er hauptsächlich ausländisch klingende Namen: Sema Kaya (1 x klingeln), Irina Krylow (2 x klingeln), Pavel Beljajew (3 x klingeln). Herrje, das musste ja Spaß machen in so einer Wohngemeinschaft zu leben. Glücklicherweise fand er schon im 2. Stock Rose Weiß (2xmal klingeln). Josua klingelte viermal, ehe ihm die Tür geöffnet wurde.

„Ja?“ Vor ihm stand die Frau seiner Träume. Natürlich war sie nicht Rose. Etwa Mitte 20, die unglaublichsten Grübchen aller Zeiten, leicht gebräunt, schlank aber kurvig und exakt einen Kopf kleiner als er, genauso hatte er sie sich erträumt. Josua sah in ihre strahlenden, blauen Augen und ihm wurde schwindelig.

„Ich – ähm, ist Rose da?“

Sie lächelte und schüttelte entschuldigend den Kopf. Ihr Lächeln raubte ihm den Atem.

„Aber Rose wird gleich wieder da sein, sie wollte nur kurz bei ‚ErnteGut‘ was einkaufen. Magst du so lange rein kommen?“

„Eigentlich wollte ich sie nur fragen, ob sie versehentlich mein Handy eingesteckt hat.“

Sie machte eine auffordernde Bewegung in Richtung des Wohnungsflurs:“Na dann rein mit dir, kannst sie gleich selber fragen.“ Einen Moment lang starrte der Jäger hypnotisiert auf die dicke Strähne goldenen Haares, die bei jeder Bewegung über ihr Dekolleté zu fließen schien.

„Ah, äh ja, dann warte ich vielleicht besser auf sie.“ Unsicher trat er über die Schwelle, in den Flur, der einige Zentimeter tiefer lag, als das Treppenhaus und wünschte sich einfach nur, er möge nicht stolpern.

Als sie vor ihm in die Küche der kleinen WG ging konnte er den Blick unmöglich von ihrem Hintern abwenden, der von einer hautengen Jeans verlockend in Form gebracht wurde. Unter einer Pobacke war ein breiter Riss im Stoff und er konnte die nackte Haut darunter sehen. Das langärmlige Top, dass sie darüber trug war ihm eben, als sie ihn an der Tür begrüßt hatte, hochgeschlossen und beinahe bieder erschienen, doch nun konnte er sehen, dass es am Rücken fast bis zum Hosenbund ausgeschnitten war. Josuas Mund wurde trocken.

„Kaffee oder lieber Wasser?“, fragte sie über die Schulter.

Mit einem leichten Kopfschütteln riss der Jäger seinen Blick von ihrem Hintern und versuchte zu erraten, was sie ihn gerade gefragt hatte.

„Josua“, meinte er selbstbewusst, sicher dass jetzt der Zeitpunkt gekommen war wo sie sich einander vorstellen würden.

Sie kicherte geradezu entzückend und lehnte sich an die Arbeitsfläche. „Und ich bin Eva. Freut mich, dich kennenzulernen Josua.“ Erfreut nahm er wahr, dass sie seinen Namen richtig aussprach. Josua, wie Jesus, war ja auch nicht so schwer, oder?

„Möchtest du lieber was Kaltes oder Warmes trinken?“, fragte sie erneut.

Nun musste er sich tatsächlich Räuspern: „Wasser reicht, danke.“ Unsicher zog er sich einen Stuhl heran und setzte sich an den Holztisch. Sein Blick fiel auf die Tischplatte und sein Telefon.

„Hey, da ist es ja. Das ist mein Handy!“ Bedauern mischte sich in seine Stimme, als er hinzufügte: „Dann geh ich jetzt besser wieder.“

Sie sah ihn nachdenklich an und legte den Zeigefinger an die Unterlippe. „Das wäre schade, ich hatte noch gar keine Gelegenheit mich richtig vorzustellen.“

Lasziv beugte sie sich zum Kühlschrank herab, der auf dem Boden in der Ecke stand, wobei sie ihm ihren saftigen Arsch entgegenstreckte und fischte betont langsam eine Flasche Mineralwasser heraus. Josua schluckte. „Was meinst du mit vorstellen?“

Sie lächelte lüstern, schraubte die Flasche auf und nahm einen tiefen Schluck, wobei ihr wie zufällig etwas Wasser aus dem Mund und über ihr Kinn lief.

„Ups“, sie blickte ihm tief in die Augen, während sie sich mit der Hand den Mund abwischte und dann mit einem Finger die Linie ihrer vollen Lippen nachzog.

Summend griff sie sich ein Glas aus dem offenen Regal und goss ihm etwas aus der Flasche ein. Jetzt wurde Josua wirklich schwindelig. Er wollte diese Frau. Jetzt sofort, seinetwegen hier auf dem Tisch. Ihr raues Summen rief bei ihm eine Gänsehaut hervor, die jedes Haar an seinem Körper aufstellte. Und seine Körperhaare waren nicht das einzige, was stand.

„Eva…“, brachte er mühsam hervor, griff nach ihrem Arm und zog sie zu sich auf den Schoß. Sie kicherte kehlig und summte dann weiter ihre betörende Melodie. Sie saß nun seitlich auf ihm. Es war ein leichtes für sie, den Kopf ein wenig zu drehen und schon sah sie ihm tief in die Augen. Er verlor sich im hellen Glanz ihrer blauen Augen.

„Josua“, sang sie leise, während ihr Gesicht immer näher kam, ihr warmer Atem ihn streifte und er schließlich ihren heißen, trockenen Mund auf seinem spürte. Willig öffnete er die Lippen und tastete mit seiner Zunge nach der ihren. Doch sie entzog sich ihm gleich wieder.

„Nicht so schnell, mein tapferer, tapferer Jäger“, sang sie, glitt von seinem Schoß und zog ihn an beiden Händen auf die Füße, „folge mir!“

Sie ging voraus und er folgte ihr. Sie wollte es so. Sein Blick hing auf ihren wiegenden Hüften und erfreute sich am Anblick der Grübchen über ihrem Steißbein. Ihm wurde heiß. Wann hatte sie ihr Oberteil ausgezogen? Sie betraten ihr Zimmer, wo sie sich zu ihm umdrehte, ihn lüstern anlächelte. Unfähig sich zu bewegen starrte Josua auf ihre perfekten Brüste, bis sie eine einladende Bewegung zum Bett hin machte.

„Entspann dich“, forderte sie ihn auf und er, der genau wusste, was sie sich von ihm wünschte, ging zum Bett und legte sich auf den Rücken. Josuas Atem ging schwer und stoßweise. Irgendetwas war hier nicht richtig. Er war so erregt, dass er sich am liebsten sofort alle Kleider vom Leib gerissen hätte. Doch da war noch etwas anderes, eine andere Art von Erregung, die sein Herz schneller schlagen ließ. Das fühlte sich fast an wie….Furcht! Was war nur los mit ihm? Hier stand sie, vor ihm, die Frau seiner Träume. Inzwischen war sie nackt und er konnte sehen, dass sie makellos war. Makellos und glattrasiert, bis auf diesen einen verwegenen Streifen Haar. Er war im Himmel und gleichzeitig war ihm Angst und bang. Lächelnd kam sie näher und dieses Lächeln wurde immer breiter, bis es ihm wie ein höhnisches Grinsen vorkam. Sein Puls raste und sein Glied schmerzte, weil die verdammte Hose inzwischen viel zu eng geworden war.

Eva beugte sich über ihn und ihr Summen nahm eine andere Tonlage an, wurde zu einer Art Schnurren. Sie öffnete seine Hose und zog sie herunter, während sie ihn mit dem hungrigen Blick ihrer blauen Augen gefangen hielt. Als sie es schließlich geschafft hatte sich auch seiner Unterhose zu entledigen wurde dem Jäger endlich klar, was gerade mit ihm geschah. Krampfhaft versuchte er Luft zu holen und sich ein Stück aufzurichten. Sein Blick wanderte angstvoll durch das fremde Zimmer, bis er fand was er suchte.

Lächelnd leckte sich der Succubus über die Lippen, nahm seinen Schwanz in die Hand und umschloss die Spitze mit dem Mund. Josua atmete scharf ein und versuchte sich zusammenzureißen. Er musste sich jetzt beherrschen. Er wollte sich räuspern, um seine Stimme wiederzufinden doch stattdessen entrang sich ihm ein tiefes Stöhnen.

„Lass uns das ihm Stehen machen“, ächzte er.

Sie ließ einen Augenblick von ihm ab und die Enttäuschung darüber erschreckte den Jäger zutiefst. „Weshalb mein Schöner?“

„Ich will uns beide dabei im Spiegel sehen!“

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