Fragment meiner Gedanken in viel zu vielen Worten (IX.Dämliches lärmendes Schweigen)

Wenn es still ist höre ich das Summen hinter meinen Ohren.

Im Augenblick schlafe ich mit Ohrenstöpseln, um die Stille zu erzwingen.

Aber es hilft nicht viel.

Was mich wachhält ist der Lärm draußen

und die Stimmen hier drinnen in meinem Kopf.

Wieder einmal ist es so weit, dass sie nicht sprechen mögen.

Sie summen, surren, nuscheln, kreischen, quieken oder schreien mir frustriert von innen in die Ohren.

Zum Glück weiß ich, dass es ab morgen wieder besser wird.

Wenn ich es schaffe darüber zu schreiben bin ich schon auf dem Weg der Besserung.

Es wird Zeit,

ich bin müde.

Freitagsfüller….oder sowas in der Art…

Seit Wochen nehme ich mir fest vor hier wieder etwas präsenter zu sein.

Seit Wochen trage ich Bilder auf meiner Kamera mit herum, die ich hier unbedingt zeigen muss.

Und ich trage Gedanken in meinem Kopf durch die Gegend, die ich hier unbedingt teilen muss. Weil es aber so viel ist, diese Gedanken, diese Bilder und alles andere…gehe ich jeden Tag mit einem schweren Kopf ins Bett und denke „wenn ich nur morgen einfach mal im Bett bleiben könnte“.

Ich bin im Arsch.

In mir brennt das kreative Feuer, aber mir fehlt die Energie, etwas davon umzusetzen.

Ich bin genervt und unruhig und das verschärft die Situation natürlich noch. Teufelskreis nennt man sowas. Was ich BRAUCHE ist Ruhe, was ich will ist etwas anderes.

Ich komme zum Beispiel von der Arbeit nach Hause und BRAUCHE drölf Stunden Nullkommunikation in meinem Zimmer, mit meinem Kopf und nix sonst.

Aber meine Mitbewohnerin hat Besuch und ich mag diesen Besuch sehr gerne. Also, was MÖCHTE ich? Richtig, Zeit mit den netten Menschen verbringen. Was ich dann auch mache.

Was dazu führt, dass ich heute schon 3 Personen auf der Arbeit angeschnauzt und einem Menschen eine unfreundliche Mail geschrieben habe.

Zurück zum Thema Freitagsfüller:

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ATMEN, morgen habe ich einen erneuten Sprint auf die Arbeit geplant und am Sonntag werde ich wahrscheinlich auch nichts hinbekommen, weil ich einfach mal meine Ruhe brauche…und ich werde mich mies fühlen deswegen, weil es soso viele Sachen gibt, die ich im Moment gerne erledigen und erleben würde.

 

Junge junge.

 

I need to

KEEP CALM 

AND 

BREATHE!

Wo bitte gehts denn hier nach….äh, wo bin ich nochmal?

Ich bin verwirrt.

Manche Leute sind das zeitweise, andere zeitweise nicht. Ich gehöre zur Kategorie 2.

Die Verwirrung ist eine meiner Charaktereigenschaften. Dabei gebe ich mir größte Mühe, nicht verwirrt zu erscheinen. Meistens bin auch in der Lage 2-5 der Gedanken zurückzudrängen, die ich parallel habe und mich lediglich mit dem zu beschäftigen, der gerade relevant ist. Manchmal gelingt mir das aber nicht. Wenn ich sehr müde bin, wenn ich gestresst bin oder wenn ich emotional aufgewühlt bin, dann vergesse ich manchmal, wie man einen Fuß vor den anderen setzt.

Gestern war ich nach einem langen Arbeitstag, nach dem Sport und ohne signifikante Pause auf dem Weg zu einem Freund. Ich war müde, gestresst dank mangelnder Pause und emotional aufgewühlt.

Also redete ich still vor mich hin. Scheint sich zu widersprechen, scheint aber nur so. Ich führe gerne innere Selbstgespräche. Ich tu das, wenn ich mich zum Beispiel selbst beruhigen möchte. Wenn ich mir Mut zusprechen will, oder wenn ich mir selbst in den Arsch treten muss. Ich spreche mich selbst dann in der 2. Person an und geben mir Anweisungen. Manchmal funktioniert es sogar, wenn ich mich selbst zur Ordnung rufe.

Klingt verstrahlt? Ist es auch.

Ich war also in den inneren Monolog vertieft und hörte zusätzlich noch schön laut Musik.

Und dann habe ich mich verlaufen!

Ich lebe seit 8 Jahren in dieser Stadt. Davor ging ich dort 8 Jahre zur Schule. Das Haus vom K. ist in einer Gegend, in der ich sogar schon gewohnt habe. Doch ich lief und lief und lief und war wohl völlig vertieft in mich selbst. Dann sah ich auf und…wusste nicht mehr recht wo ich gerade bin.

Ich überlegte, wo ich wohl vom Weg abgekommen sei und kam nicht mehr darauf. Wohl wusste ich noch, wo ich war, doch ich hatte keine Ahnung, wie ich dahin komme, wo ich eigentlich hin wollte. Ich war völlig ratlos und ziemlich erschrocken.

Ich rief K. an: „Du wirst lachen, ich hab mich verlaufen. Auf dem Weg zu dir.“

Irgendwie lachte er gar nicht. Er klang nur verwundert.

Ich schämte mich.

Neben mir fand ich ein Straßenschild und konnte ihm zum Glück erklären, wo ich gerade war. Er guugelte meinen Standpunkt und erklärte mir dann, in welche Richtung ich gehen sollte.

Von da an war es auch ganz einfach, 5 Minuten später stand ich schon vor seiner Haustür.

Aber was zum Teufel war denn da passiert? Wieso habe ich solche Hirnfürze? Und was kann ich dagegen unternehmen?

Das war ja nicht das erste Mal, dass mir sowas passiert. Wenn ich zuviele Gedanken habe, dann schwappt es schon mal über und am Ende steh ich da und hab was Relevantes vergessen. Das ist ganz schön beschissen!