1. Dezember und fast verkackt

So, das war ja nun haarscharf. Also wenn man es genau nimmt sogar knapp vorbei, denn jetzt ist 0:42 Uhr und somit kalendarisch schon der 2. Dezember.

Ich finde, das kann man so lassen.

Ich hatte einen ereignisreichen, anstrengenden, stressigen Tag.

Am Ende dieses Tages war ich spontan und habe daraus ein gutes Gespräch gewonnen.

Ich habe Mos Asumangs „Die Arier“ im Kino gesehen und ich habe Mo Asumang im Kino gesehen.

Eine lokale Initiative hat es ermöglicht, dass der Film für eingeladene Gäste kostenlos im Kino gezeigt werden konnte und Mo Asumang selbst war zum Gespräch nach Würzburg gekommen. Zu Film und anschließender Diskussion schreibe ich vielleicht morgen noch etwas.

Aber für heute: In einem vollbesetzten Kino habe ich mich gemeldet, das Mikrofon in die Hand genommen und eine Frage gestellt, die mir am Herzen lag. Ich kann mich gut an eine Zeit erinnern, in der ich mich das niemals getraut hätte und mir auch nicht vorgestellt hätte, dass ich mich so etwas traue.

Ich bin stolz auf mich. Ich bin müde. Ich bin glücklich.

Die Frage war übrigens, wie sie es schafft im Angesicht von Rassismus und dem Leid, das er verursacht, nicht wütend zu werden. Ich werde darüber dauernd wütend und dann werde ich fies und versuche nur noch überlegen zu sein.

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Lebenszeichen

Im Moment ist es für mich wirklich schwierig zu beschreiben wie es mir geht. Es geht mir nicht schlecht. Zu sagen, es ginge mir gut wäre nicht ganz wahr. Ich denke ich bin launisch. Und vor Allem bin ich müde. Wenn sich etwas ergibt, über das zu schreiben sich lohnen könnte, dann habe ich weiterhin ganz fest vor es hier zu tun. Bis ich vor meinem Computer sitze und die Erschöpfung regelrecht in den Knochen spüre und es dann doch auf den nächsten Tag verschiebe. Und dann…ist es meistens auch schon nicht mehr so interessant für mich und darüber zu schreiben wäre noch mühseliger.

Was ich im Augenblick tu?

Tagebuch schreiben
US-Sitcoms ansehen
Gitarre üben
Rezepte ausprobieren
mich mit Freunden zu Bieren und mexikanischem Essen treffen
Lesen
Schwimmen
und mich die ganze Zeit fragen, wo zum Teufel die Zeit jeden Tag hinrennt.

Meistens komme ich nach Hause und denke mir: Heute gehe ich mal richtig früh schlafen! Aber dann gibt es noch so viel Interessantes zu sehen und zu erledigen und am Ende ist es 12 und ich weiß genau, dass 7 Stunden Schlaf mir einfach nicht reichen. Vor Allem deshalb nicht, weil es ein Schlafdefizit gibt, dass ich einfach nicht aufarbeiten kann.

Und weil ich schlecht schlafe im Moment, ohne wirklich zu wissen woran es liegt.

Alles nur Phasen…ich bin mir ganz sicher: Wenn der Frühling sich hier endlich richtig durchgesetzt hat und mal wieder ein paar Tage die Sonne scheint, dann fühlt sich die Welt gleich ganz anders an.

Und ihr werdet ganz sicher zu den Ersten gehören, die das merken 🙂

Fragment meiner Gedanken in viel zu vielen Worten (III. Filterfrei)

Da ist sie mal wieder nicht so richtig da die Nyx.

Ist aber nicht so schlimm, denn wenn ich nicht hier bin, dann bin ich anderswo.

Am Montag begann für mich eine kurze Arbeitsphase: 4 Tage arbeite ich diese Woche und dann, ab Freitag habe ich 10 Tage frei. Und endlich, endlich gibt es mal wieder eine kleine Urlausbreise. Fragt mich nicht, wann ich das letzte Mal so richtig im Urlaub war. Ich erinnere mich nämlich nicht. Im Sommer war ich mal für ein paar Tage bei einer guten Freundin in Worms. Das war aber kein Urlaub, weil ich da für meine Abschlussprüfung lernen musste. Diesmal fahre ich mit meinen Freunden in den Schwarzwald. Wir wollen gaaaaanz viel zocken. Hab ich euch erzählt oder, dass wir Pen&Paper Rollenspiel machen?

Die Feiertage habe ich gut überstanden, obwohl ich natürlich viel zu viel gegessen habe. Sicher habe ich wieder 2 Kilo zugelegt, dabei ich doch ganz fest vor zumindest nicht zuzunehmen. Auf keinen Fall mehr im Jahr 2011! Na was solls. Es gibt Vorsätze, die scheitern schon von vornherein an sich selbst. Ja, es war stressig mit meiner Familie. Aber es war auch wunderschön. Ich liebe sie so sehr und es ist manchmal wirklich schwer, sie nicht alle hier zu haben.

Heute habe ich eine Sternschnuppe gesehen, als ich aus dem Büro gekommen bin. Natürlich habe ich mir gleich etwas gewünscht. Und ich bin ganz zuversichtlich, dass es diesmal klappt. Denn zusätzlich habe ich heute schon zweimal die Uhrzeit 22:22 Uhr gesehen. Einmal vor etwa einer Stunde auf meiner Computer-Uhr und gerade eben wieder. „Entwurf gespeichert 22:22:27.“ WordPress kennt bei mir keine Winterzeit. Nein, ich bin nicht abergläubisch. Ich habe nur gerne Hoffnung.

Zur Zeit bin ich wieder ganz viel in meinem Kopf unterwegs. Ich habe nämlich einen guten Vorsatz fürs neue Jahr gefasst: MEHR schreiben. Viel mehr sogar. Für die nächsten 30 Tage ist das Ziel 1000 Worte pro Tag zu schaffen. Dabei habe ich mich vorerst nicht festgelegt auf das Genre. Blog, Tagebuch, Fiktion, Fantasy. Alles darf. Das Ziel ist es die Schreibfinger zu lockern, Blockaden abzubauen und das Schreiben zur täglichen Gewohnheit zu machen.

Vieles von dem was ich jetzt schreibe ist zu privat, um es hier zu veröffentlichen, immerhin lesen hier Menschen mit, die mich persönlich kennen. Das klingt jetzt paradox, aber ihr kennt das sicher auch. In der Anonymität des Internet ist es einfach leichter über die wirklich privaten Dinge zu schreiben. Die, die einen tief bewegen, die man aber nicht einfach so beim Abendessen mit der Familie anspricht.

Eine Frage ist vorhin in meinem Kopf aufgetaucht und will sich nicht verabschieden ohne beantwortet zu werden:

 

Welches sind die Lügen, die ich mir selbst erzähle?

 

Klar, jeder lügt und wir wollen belogen werden. Aber wir belügen uns auch immer wieder selbst und das meistens nicht zu unserem Besten. Also, welche Märchen tischt ihr euch selbst tagtäglich auf und wozu sind sie gut?

Eine gedanklich ungefilterte Nyx, die sich gerade virtuell den Kopf kratzt.