Wo bitte gehts denn hier nach….äh, wo bin ich nochmal?

Ich bin verwirrt.

Manche Leute sind das zeitweise, andere zeitweise nicht. Ich gehöre zur Kategorie 2.

Die Verwirrung ist eine meiner Charaktereigenschaften. Dabei gebe ich mir größte Mühe, nicht verwirrt zu erscheinen. Meistens bin auch in der Lage 2-5 der Gedanken zurückzudrängen, die ich parallel habe und mich lediglich mit dem zu beschäftigen, der gerade relevant ist. Manchmal gelingt mir das aber nicht. Wenn ich sehr müde bin, wenn ich gestresst bin oder wenn ich emotional aufgewühlt bin, dann vergesse ich manchmal, wie man einen Fuß vor den anderen setzt.

Gestern war ich nach einem langen Arbeitstag, nach dem Sport und ohne signifikante Pause auf dem Weg zu einem Freund. Ich war müde, gestresst dank mangelnder Pause und emotional aufgewühlt.

Also redete ich still vor mich hin. Scheint sich zu widersprechen, scheint aber nur so. Ich führe gerne innere Selbstgespräche. Ich tu das, wenn ich mich zum Beispiel selbst beruhigen möchte. Wenn ich mir Mut zusprechen will, oder wenn ich mir selbst in den Arsch treten muss. Ich spreche mich selbst dann in der 2. Person an und geben mir Anweisungen. Manchmal funktioniert es sogar, wenn ich mich selbst zur Ordnung rufe.

Klingt verstrahlt? Ist es auch.

Ich war also in den inneren Monolog vertieft und hörte zusätzlich noch schön laut Musik.

Und dann habe ich mich verlaufen!

Ich lebe seit 8 Jahren in dieser Stadt. Davor ging ich dort 8 Jahre zur Schule. Das Haus vom K. ist in einer Gegend, in der ich sogar schon gewohnt habe. Doch ich lief und lief und lief und war wohl völlig vertieft in mich selbst. Dann sah ich auf und…wusste nicht mehr recht wo ich gerade bin.

Ich überlegte, wo ich wohl vom Weg abgekommen sei und kam nicht mehr darauf. Wohl wusste ich noch, wo ich war, doch ich hatte keine Ahnung, wie ich dahin komme, wo ich eigentlich hin wollte. Ich war völlig ratlos und ziemlich erschrocken.

Ich rief K. an: „Du wirst lachen, ich hab mich verlaufen. Auf dem Weg zu dir.“

Irgendwie lachte er gar nicht. Er klang nur verwundert.

Ich schämte mich.

Neben mir fand ich ein Straßenschild und konnte ihm zum Glück erklären, wo ich gerade war. Er guugelte meinen Standpunkt und erklärte mir dann, in welche Richtung ich gehen sollte.

Von da an war es auch ganz einfach, 5 Minuten später stand ich schon vor seiner Haustür.

Aber was zum Teufel war denn da passiert? Wieso habe ich solche Hirnfürze? Und was kann ich dagegen unternehmen?

Das war ja nicht das erste Mal, dass mir sowas passiert. Wenn ich zuviele Gedanken habe, dann schwappt es schon mal über und am Ende steh ich da und hab was Relevantes vergessen. Das ist ganz schön beschissen!

Adventskalender: 19. Dezember

Da das mit dem Baum irgendwie doof war hab ich mir was Neues einfallen lassen.

Unter Einsatz meines Lebens, in feuerfester Kleidung zog ich in den …hm…Wald und guerillate mit Weihnachstschmuck einen Stacheldrahtzaun. Dabei verbrannte ich mir, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen trotzdem so einige Haare am Handrücken und mindestens 2 Fingernägel.

Ich hoffe es gefällt euch:

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Später kommen noch einige Bilder dazu. Aber ich musste jetzt erstmal Feierabend machen. Das Bett ruft!

Schönen Start in die Woche wünsche ich euch allen!