Nyx übersetzt: My Way
Okay, hier muss ich ein wenig ausholen.
Bei My Way handelte es sich, mal um einen Song der Franzosen Claude Francois und an Jaques Revaux. Ursprünglich hatten sie den Titel sogar selbst auf englisch getextet und er hieß “For Me” doch veröffentlicht wurde er letztlich als “Comme d´habitude”. Der Text behandelt eine Beziehung, die nicht mehr richtig funktioniert. Wer es genau wissen will kann hier nachlesen (leider nur auf Französisch und Englisch).
Den Text der englischen Version, die wir alle so gut kennen, schrieb Paul Anka für Frank Sinatra, der ihm kurz zuvor erzählt hatte, er würde aus dem Musikbusiness aussteigen, er hätte genug davon.
So, genug der Vorrede. Hier der englische Text:
My Way – Frank Sinatra
And now, the end is here
And so I face the final curtain
My friend, I’ll say it clear
I’ll state my case, of which I’m certain
I’ve lived a life that’s full
I traveled each and ev’ry highway
And more, much more than this, I did it my way
Regrets, I’ve had a few
But then again, too few to mention
I did what I had to do and saw it through without exemption
I planned each charted course, each careful step along the byway
And more, much more than this, I did it my way
Yes, there were times, I’m sure you knew
When I bit off more than I could chew
But through it all, when there was doubt
I ate it up and spit it out
I faced it all and I stood tall and did it my way
I’ve loved, I’ve laughed and cried
I’ve had my fill, my share of losing
And now, as tears subside, I find it all so amusing
To think I did all that
And may I say, not in a shy way,
“Oh, no, oh, no, not me, I did it my way”
For what is a man, what has he got?
If not himself, then he has naught
To say the things he truly feels and not the words of one who kneels
The record shows I took the blows and did it my way!
Yes, it was my way
Hier meine persönliche Lieblingsversion, von Robbie Williams in der Royal Albert Hall:
(Leider kann ich das Video von MyVideo nicht einbetten. Die Youtube-Version ist aber in so einer schlechten Qualität, das will ich euch nicht antun.)
Und nun, meine Übersetzung:
Auf meine Weise
Und nun ist das Ende da
Und bevor der letzte Vorhang fällt
Mein Freund, sage ich es dir, wie es ist
Ich lege meinen Fall dar, so wie ich es sehe
Ich habe ein erfülltes Leben gelebt
Ich habe jeden einzelnen Highway bereist
Und mehr, noch mehr als das, ich tat es auf meine Weise.
Bereut habe ich so manches
Und dann doch wieder zu wenig, um es zu erwähnen
Ich hab getan, was ich tun musste und hab es ohne Ausnahme durchgezogen
Ich habe jede Weiche, jeden vorsichtigen Schritt auf den Nebenpfaden geplant
Und mehr, noch mehr als das, ich tat es auf meine Weise.
Ja, es gab da Zeiten, ich bin mir sicher du weißt das,
zu denen ich den Mund zu voll genommen habe
Aber während all der Zeit, wenn ich Zweifel hatte
Hab ich mich durchgebissen und sie wieder ausgespuckt
Ich hab allem die Stirn geboten und stand immer aufrecht und tat es auf meine Weise.
Ich liebte, ich lachte und weinte
Ich hatte mein Maß, meinen Anteil am Verlust
und jetzt, wo die Tränen nachlassen finde ich es alles so amüsant
Wenn ich daran denke, dass ich das alles getan habe
Und wenn ich das sagen darf, nicht auf zurückhaltende Weise,
Oh nein, oh nein, nicht ich, ich tat es auf meine Weise
Denn, was ist ein Mann und was hat er denn schon?
Ihm bleibt nichts, außer sich selbst
Zu sagen, was er wirklich fühlt und nicht die Worte von einem der kniet
Mein Leben beweist, ich hab die Schläge eingesteckt und tat es auf meine Weise!
Ja, es war meine Weise!
Zerbrochene Krüge II.
Gerade fühlt sich jede vergangene Woche wie ein kleiner Sieg an. Und in jedem dieser Siege stecken noch kleinere Etappensiege.
- Ein Referat gehalten
- Ein wichtiges Telefonat geführt
- Eine Prüfung sehr gut bestanden
Ich denke immer seltener ans aufgeben, wenn ich sehe, was ich kann. Doch dafür fühle ich mich getrieben.
Wenn ich bei M. bin, da ist das alles wie weggeblasen. Ich fühle mich sicher und geborgen und ein Stück aus der Realität gerückt hinein in ein kleines Reich, das nur für uns ist.
Und wenn ich die Tür von außen schließe bin ich wieder mein altes, unstabiles, löchriges Selbst.
Aber ich kann fühlen, wie es nicht mehr schwerer wird.
Kleine Siege, kurze Etappen, ab und zu Luft holen und seine Wärme, die mir sagt, dass alles gut ist, sein fieses kleines Lachen, das mir sagt, dass alles nur in meinem Kopf ist.
Ich strecke meine Rücken durch, und freue mich über die Blumen, die unerwartet dort am Wegesrand auftauchen, wo ich, nicht dicht, wie ich nun mal bin, mein Wasser vergossen habe.
Ich fühle, zu was ich alles in der Lage bin, wenn ich nur den Mut habe.
Und ich weiß, ich bin noch immer auf dem richtigen Weg.
Alles wird gut. Diesmal bestimmt…
Anonymität / Zerbrochene Krüge I.
Die relative Anonymität dieses Blogs erlaubt mir etwas, das ich anderswo nicht finde. Die Freiheit die Wahrheit zu sagen. Eine Wahrheit, die Teil von mir ist, mich jedoch nicht hinreichend beschreibt.
Die Wahrheit ist, dass ich mich auch heute noch fühle wie ein zerbrochenes Gefäß, das notdürftig geflickt ist,
Ein schöner Krug, mit hübschem Muster. Ein einzigartiges Stück mit praktischen Henkeln.
Aber nicht alle Scherben wurden dort eingefügt, wo sie heraus gebrochen sind. Es gibt Dellen und Beulen, wo keine sein sollten. Es gibt Brüche im Dekor. Es gibt Stellen an denen kleinere Splitter fehlen.
Ich bin ein geflickter Krug, der tropft, wenn man ihn bis zum Rand füllt.
Ich bin nicht dicht.
Ich habe nicht nur einen Sprung in der Schüssel.
Ich bin zersprungen und habe mich wieder zusammengesetzt, nicht nur einmal. Und jetzt habe ich schwache Stellen, die man nicht zu großem Druck aussetzen darf. Sonst platzt etwas ab.Ich bin nicht unversehrt, so wie es die meisten Menschen nicht sind. Ich zweifle und verzweifle immer und immer wieder am Leben und seinem Sinn.
Ich bin es leid diesen Kampf immer und immer wieder allein mit mir auszufechten.
Manchmal bin ich müde und möchte nicht mehr so weitermachen. So von Makeln verunstaltet, schwach und zerbrechlich.
Eine lange, viel zu lange Zeit nahm ich ein Antidepressivum, um durch den Tag zu kommen. Im Moment nehme ich es nicht.
Ich habe es nicht mehr gebraucht, als ich mir einen kleinen Traum erfüllt habe und mein Studium begonnen habe. Ich habe es noch weniger gebraucht, als ich meine Augen geöffnet habe und mir erlaubt habe M. als jemanden zu sehen, der gut für mich ist.
Nun ist es Herbst. Und ich spüre, wie es zieht und kneift, wie es drückt und tropft an den alten, geflickten Stellen.
Ich bin müde, und manchmal will ich nicht mehr. Ich frage mich dann, ob die Angst jemals aufhört, ob die Tage wieder leichter werden, wann mein nächster wacher Tag kommt und ob ich es so lange schaffe.
Sternenhimmel unverpixelt
Ich habe gar nicht das Zeug dazu, euch über das folgende Bild wirklich fachkundige Auskunft zu geben. Wer es genauer wissen will, der mag hier nachlesen.

Jedenfalls haben Forscher ein 9-Gigapixel großes Bild vom Zentrum unserer Milchstraße erstellt. Was noch viel erstaunlicher ist, ist dass die Auflösung dieses Bilds so gut ist, dass man darauf die einzelnen Sterne gut erkennen kann. Die Forscher rund um Robert Saito haben eine Karte von 84095285 (also etwa 84 Millionen) Sternen, die darauf zu erkennen sind, erstellt. Die riesige Sammlung von Stern-Daten enthält 10-Mal mehr Sterne, als als früheren Studien.
Was genau das für die Astronomie bedeutet, das kann ich nicht sagen. Ich finde lediglich die Vorstellung von der schieren Menge an Daten regelrecht überwältigend.
Und natürlich ist das Bild, dass, wenn man es mit der für Bücher üblichen Auflösung ausdrucken würde, 9×7 Meter groß wäre, äußerst faszinierend.
Aber seht selbst: Hier ein Link zu einer zoombaren Version des Bildes.
Auge des Sturms
meine Welt tanzt
unter meinen Füßen bebt die Erde
in meinem Wasserglas tobt ein Sturm
auf der Straße lächeln mir fremde Menschen hinterher
glaube ich strahle wie eine Sonne
fühle mich wie ein Fetzen Glitter
im Kaleidoskop
mittendrin
dort wo es immer stiller wird
mittendrin
wo sich Licht und Raum krümmen
mittendrin
fließt plötzlich die Energie in einem Lichtbogen
von hier zu dir
und wieder zurück
mittendrin
in dem Chaos
in dem mein Universum entsteht und wieder zerfällt
gibt es zwischen verglühenden Sternen
auf einmal einen sicheren Ort
Nyx übersetzt: Asaf Avidan – Different Pulses
Neue Musik, neue MUSIK, NEUE MUSIK!
Seit ich endlich den Künstler entdeckt habe, der hinter dem rauf und runter gedudelten “One Day Maybe” steckt und entsprechend auch die Originalversion des Songs gefunden habe, bin ich hin und weg. Asaf Avidan macht großartige Musik. Seine neue Single “Different Pulses” berührt mich sehr und läuft bei mir schon seit Tagen rauf und runter. Der Text ist ein wenig rätselhaft und lässt viel Raum für Interpretation, aber auch der lässt etwas klingen.
Asaf Avidan – Different Pulses
My life is like a wound I scratch so I can bleed
Regurgitate my words, I write so I can feed
And Death grows like a tree that’s planted in my chest
Its roots are at my feet, I walk so it won’t rest
Oh, Baby I am Lost…
I try to push the colors through a prism back to white
To sync our different pulses into a blinding light
And if love is not the key. If love is not a key.
I hope that I can find a place where it could be
I know that in your heart there is an answer to a question
That I’m not as yet aware that I have asked
And if that tree had not drunk my tears
I would have bled and cried for all the years
That I alone have let them pass
Oh, Baby I am yours…
Verschiedene Pulsschläge
Mein Leben ist wie eine Wunde, ich kratze, damit ich bluten kann
Würge meine Worte wieder hoch, ich schreibe, damit ich mich ernähren kann
Und der Tod wächst wie ein, in meine Brust gepflanzter, Baum
Seine Wurzeln sind zu meinen Füßen, ich laufe, damit sie nicht anwachsen
Oh Baby, ich bin verloren
Ich versuch die Farben durch das Prisma zurück zu Weiß zu drücken
Unsere verschiedenen Pulsschläge in ein blendendes Licht zu synchronisieren
Und wenn Liebe nicht der Schlüssel ist, wenn Liebe kein Schlüssel ist
hoffe ich, ich finde einen Ort, an dem sie einer sein kann
Ich weiß in deinem Herzen ist eine Antwort auf eine Frage
Von der ich jetzt noch nicht mal weiß, dass ich sie gestellt habe
Und wenn dieser Baum nicht meine Tränen getrunken hätte,
Hätte ich über all diese Jahre geblutet und geweint
In denen ich sie nur vorübergehen lassen habe
Oh Baby, ich bin dein
Abendlicht
Die Sonne fließt wie warmer Honig über das Land,
die Luft spricht noch flüsternd von der Hitze vergangener Tage
und mit leichtem Bedauern verabschieden sich die Farben des Sommers,
steigen aus der Erde auf in die Wipfel der Bäume.
Im Sommer schließe ich die Augen,
blinzle kurz.
es ist Nacht
es wird Tag
es ist Herbst
Jetzt,
sanft schlafend im endlosen Abendlicht einer immer versinkenden Sonne,
atmet jeder Tag Frieden.

