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Excel extrem….oder wie emotionalisiere ich die unspektakulärsten Themen ever

Oktober 22, 2014

Ein extremes Video, dass die Tricks des Privatfernsehens entlarvt, mit denen das Interesse der Zuschauer für extrem langweilige Themen ohne Realitätsbezug geweckt wird.

Waschen mit Kastanien aber nicht mit mir

Oktober 20, 2014

Ja, ich gestehe, diesmal ist der Titel wirklich entlarvend. Aber ich fang trotzdem mal ganz vorne an.

Ich liebe ja Kastanien. Wenn sie frisch sind, sehen sie mit ihrer glänzenden braunen Haut einfach wunderschön und edel aus. Und wenn man sie in die Hand nimmt sind sie einfach wunderbar glatt, wie poliert.

Als Erwachsene habe ich natürlich mit dem Kastaniensammeln aufgehört. Ich habe keine Kinder, mit denen ich Kastanienmännchen basteln könnte und zur Dekoration eignen sie sich nicht so recht. Denn das edle Erscheinungsbild hält nicht lange an. Je älter sie werden, desto matter und unansehnlicher sehen sie aus. Die Haut fängt an zu schrumpeln und wir hart und rissig. Also keine Schönheiten die von Dauer sind.

Ich hab halt einfach so ab und zu mal eine oder vier aufgehoben und in meine Jackentasche gesteckt, um sie mit mir herum zu tragen, wie einen kleinen vergänglichen Schatz.

Um so glücklicher war ich, als ich gelesen habe, dass man mit Kastanien Wäsche waschen kann. Endlich ein Vorwand Kastanien zu sammeln.

Das “Wie” ist in dem Fall ganz schnell erklärt:

  • Kastanien zerkleinern
  • ca. 5 pro Wäsche mit Wasser übergießen
  • 12-24 Stunden stehen lassen
  • abseien und das aufgefangene Kastanienwasser einfach ins Fach fürs flüssige Waschmittel geben
  • die Wäsche ganz normal waschen

Den Reaktionen zufolge sollte das bei 40°C sehr gut funktionieren, denn die Kastanien enthalten sogenannte Saponine. Die sind in Kastanien in etwa der gleichen Konzentration enthalten wie in indischen Waschnüssen. Mit denen wusch schon in den 90ern die Mama meiner besten Freundin die Wäsche. Also war ich sehr zuversichtlich, dass es auch so klappt.

Zu Saponinen habe ich folgendes gefunden und gebe es hier in meiner, wissenschaftlich wahrscheinlich fragwürdigen, Zusammenfassung wieder:

Saponinen sind Tenside, die in Verbindung mit Wasser Schaum bilden. Sie setzen die Oberflächenspannung des Wassers herab.

Tenside wiederrum sind waschaktive Substanzen. Sie setzen die Grenzflächenspannung zwischen der zu reinigenden Oberfläche und dem Lösungsmittel (in diesem Fall Wasser) herab. Dadurch kann sich das Wasser mit der Substanz, z. B. Fette, vermischen, die den Stoff verschmutzt und diesen aus der Wäsche “lösen”.

Quelle: Wikipedia

Wer es sich nicht so wirklich vorstellen kann, der kann mal folgenden kleinen Versuch machen:

Ein Glas mit Wasser füllen und einen Tropfen Öl darauf geben. Natürlich schwimmt das Öl in dicken Augen auf der Oberfläche. Selbst wenn man Wasser und Öl verrührt fügt sich das Öl wieder auf der Wasseroberfläche zu einer geschlossenen Fläche zusammen. Wenn man aber einen Tropfen Spüli in das Glas gibt und erneut umrührt, dann kann man beobachten, wie das Öl zu winzigen Tröpfchen zerstäubt, die sich im Wasser verteilen.

Gut, soviel zur Theorie. Hier mal ein Bild aus der Praxis:

Kastanien

Bei meinem ersten Versuch machte ich es genau so wie oben beschrieben. Und ich war sehr zuversichtlich. Schließlich schäumten meine Kastanien ganz wunderbar. Die Wäsche hing ich zum Trocknen auf, da ich keinen Wäschetrockner habe.

Ich mach es kurz: Das Ergebnis hat mich enttäuscht. Trotzdem, dass ich für den guten Geruch ein klein Wenig Weichspüler verwendet hatte roch die Wäsche nicht sauber, sondern eher ein bisschen muffig. Und die Geschirrtücher waren nicht richtig sauber geworden.

Ich ging aber davon aus, dass es möglich war, dass die Wäsche nicht schnell genug getrocknet war und daher der Geruch kam. Vielleicht, so dachte ich, hatte die Lösung auch nicht genug Zeit gehabt um einzuwirken. Und zu guter Letzt könnte es natürlich sein, dass die Methode nur bei leichter Verschmutzung funktioniert und die Geschirrtücher einfach zu schmutzig gewesen waren.

Deshalb wendete ich für meinen nächsten Versuch eine andere Technik an und wusch nur leicht verschmutzte Wäsche. Ich gab die vorgeschlagene Menge Kastanien in einen Socken, band diesen fest zu und gab in direkt in die Wäschetrommel. Da die Wäsche vorher keine Flecken hatte kann ich nicht sagen, ob die Reinigungswirkung auf diese Art besser war. Als sie aus der Maschine kam roch die Wäsche zumindest zunächst sauber. Ich hing sie auch direkt auf und nicht ganz 24 Stunden später war sie dann auch richtig schön trocken. Doch als ich meine Klamotten das nächste mal trug, fiel mir wieder der unangenehme muffige Geruch auf.

Einfach bäh!

Das muss ich nicht noch einmal probieren. Zwei gescheiterte Versuche reichen mir in diesem Fall.

Vielleicht hat es ja etwas damit zu tun, dass meine Waschmaschine schon steinalt ist. Möglicherweise bringt sie nicht mehr die beste Reinigungsleistung. Möglicherweise gibt es da auch Ecken drin, in denen sich ein paar Bakterien oder Pilze verstecken, obwohl sie regelmäßig gereinigt wird.

Was auch der Grund sein mag: Waschen mit Kastanien ist leider, leider für mich ein gescheitertes Experiment. Und dabei hatte ich mich so darauf gefreut meine Wäsche umweltschonend und praktisch gratis zu reinigen….wenn ihr mit der Methode Erfahrungen habt, freue ich mich darüber in den Kommentaren oder auf euren Blogs zu lesen.

Du bist doch jetzt Vegetarier?

Oktober 9, 2014

Ich probier im Moment viele Sachen aus. Das Ziel dieser Versuche ist ein gesünderes, umweltfreundlicheres, vielseitigeres, natürlicheres Leben.

Ich backe Brot aus Sauerteig, wasche mit Kastanien, wasche mich nur noch mit Seife, putze mir die Zähne mit Teebaumöl und Natron und habe einen riesen Spaß dabei.

Ich hab dabei nicht den Plan mich aufgeklärt von allen modernen Errungenschaften abzuwenden oder mein Umfeld zu bekehren.

Ja, es ist eine große Umgewöhnung, dass es nun morgens im Bad nach Apfelessig und Teebaumöl riecht, statt nach Shampoo und Zahnpasta. Doch heute hab ich mir endliche ein großes Glas Kokosöl und eine Lavendelseife gekauft und gerade rieche ich sau lecker nach Kokos. Echtem Kokos, nicht nach Parfum.

Nein, es ist nicht alles total umständlich.

Nein, ich bin nicht auf dem totalen Ökotripp.

Meine Mutter hat mir vor Kurzem erklärt, dass es manchmal anstrengend sei, sich mit mir zu unterhalten. Ich würde mir über alles so viele Gedanken machen.

Ein Bekannter kam auf mich zu und meinte ich sei doch jetzt Vegetarierin, weil ich auf Facebook von einem veganen Abendessen erzählt hatte.

Und ich, ich erzähle langsam immer weniger von meinen vielen Abschweifungen in meinem Umfeld. Und schon gar nicht mehr, warum ich sowas machen.

Parabene, Aluminium, Weichmacher, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Silikone, Fluor, Jodzusatz.

Plastikmüll, Tierversuche, Transportwege, Spritzmittel, Überzüchtung, Massentierhaltung.

Das sind Dinge, über die ich mir Gedanken mache. Ich versuche mich von all den Informationen, von all dem, was uns bedroht, von all dem, was wir anderen Lebewesen antun, nicht überwältigen zu lassen. Ich versuche mich von all dem nicht einsperren zu lassen.

Aber gleichzeitig versuche ich auch so wenig Teil der Maschinerie zu sein, wie es möglich ist ohne mich zu verdrehen und zu verbiegen.

Ich versuche all das, was ich weiß, zu benutzen um mein Leben zu bereichern. Ich versuche ein besseres, gesünderes Leben zu führen und nicht mich einzuschränken.

Aber ich kann das kaum jemandem so richtig erklären. Denn ich bekomme einen Stempel aufgedrückt. Entweder den Stempel “Öko” oder den Stempel “verrückt”.

Anscheinend wollen die meisten Menschen über all das gar nichts wissen. Anscheinend wollen die Leute erst recht nichts über all das hören. Anscheinend ist es schon ein Problem für den ein oder anderen, daran erinnert zu werden, dass es einen anderen Weg gibt.

Und ich? Ich mach weiter meine komischen Versuche und kann mich selbst nicht so richtig ernst nehmen dabei. Aber ich merke, wie ich mich selbst zum Umdenken bewege. Ich merke, dass vieles verdammt viel einfacher ist, als ich es gedacht hätte. Und vielleicht merkt auch irgendwann meine Mama, dass das alles gar nicht so verdammt kompliziert ist und dass es geil ist, etwas Gutes für mich und die Natur zu tun, dabei immer wieder etwas Neues zu lernen und insgesamt sogar noch Geld zu sparen.

Autsch und ohweh

Oktober 8, 2014

Damit ihr nicht auf die Idee kommt, ich würde mich jetzt sang- und klanglos wieder vom Acker machen folgt hier eine kleine und überflüssige Wortmeldung.

Diese Woche beginnt die Uni wieder, also hocke ich seit Tagen vor dem PC und versuche bneötigte Seminare zu ergattern.

Der Terror muss diese Woche zum 2. Impfen und mein Vater, der mich zum TA fahren wollte, hat mich gnadenlos versetzt. Mal sehen, ob es morgen vielleicht mal klappt. Ich MÖCHTE ja Vertrauen.

Ich hab mir beim Schreiben der letzten Hausarbeit oder beim Sex mit dem Ex den Nacken verklemmt und bin gerade dabei mich an den permanenten Schmerz zu gewöhnen.

Meine Haare machen Blödsinn und sind überhaupt nicht mehr so toll, wie am Anfang meiner No-Poo Versuche. Heute im Seminar hab ich mich fast ein bisschen geschämt. Die weitere Taktik steht noch nicht fest, aber ich gebe nicht auf. Bald folgen auch wieder Fotos.

Hier ein Bild von einer Katze, die ihre Prioritäten kennt. Ich hab gehört Bilder lockern so einen Text auf.

My Snapshot70

Nyx is nun offline. Ich muss meine müden alten Knochen mit Salbe einreiben und mal früher ins Bett.

No-Poo Update

Oktober 5, 2014

Wie sich herausstellte war die Natron-Wäsche nichts für meine zarte Kopfhaut. Oder nichts für mich, mit meinen Wischi-Waschi-Mischungen. Eine Feinwaage ließ sich halt nicht einfach mal eben auftreiben.

Da meine Shampoo-Reste nach einem Mal Waschen sämtlichst aufgebraucht waren, musste eine Alternative her. Ich habe WIRKLICH keine Lust mehr x Produkte in Plastikflaschen zu kaufen. Nicht, so lange ich noch nicht alles ausprobiert habe, was sonst so möglich ist.

Das nächste Haarwasch-Produkt entstand aus einer etwas abwegigen Idee. Ich habe in letzter Zeit häufiger davon gelesen, dass man mit Kastanien waschen kann. Also… Wäsche waschen kann.

Dazu muss man die Kastanien nur zerkleinern, mit Wasser aufgießen, ein paar Stunden warten und voilá. In den Kastanien sind, wie bei indischen Waschnüssen, Saponine enthalten, die für Schaumbildung sorgen und reinigende Wirkung haben. Wie genau sie reinigen kann ich gerade nicht sagen. Aber für meinen Beitrag zum Thema “Wäsche Waschen mit Kastanien” werde ich recherchieren und kann dann etwas mehr dazu sagen.

Ich dachte so: Wenn dieser Sud die Proteine, die die Wäsche verschmutzen lösen kann, dann löst er vielleicht auch die Proteine, die mein Haar verschmutzen.

Also goss ich mir Kastanienwasser über die Haare. Ich kann euch sagen: Ich liebte es. Für ziemlich genau 15 Minuten. Ich goss mir das abgesiebte Wasser von den Kastanien über mein Haupt, massierte es gründlich in die Kopfhaut, ließ er kurz einwirken und spülte dann mit klarem Wasser nach. Danach, wie immer, Essigwasser als Conditioner. Was soll ich sagen: Meine Haare fühlten sich TOLL an. Weich und glatt zugleich. Doch dann begann ich sie zu föhnen. Und sie waren noch genauso fettig wie zuvor.

Ein Satz mit X: Das war wohl nix.

Ich denke, dass das Kastanienwasser einfach zu flüssig und die Saponinkonzentration zu niedrig ist, um damit Haare zu waschen. Auch wenn man es einwirken lässt bleibt nicht genug an den Haaren hängen, dass es damit sauber wird.

Also: Kastanien sind nix zum Haarewaschen.

Als nächstes versuchte ich es mit dem Tipp von Sweetkoffie: Kernseife.

Was ich dazu las ermutigte mich zunächst nicht: Die Haare sollen sauber werden und herrlich griffig. Ein tolles Volumen ließe sich damit erzeugen. Besonders geeignet sei die Wäsche für Haare mit Dreadlocks, denn die hielten dann besser.

Mein Haar lässt sich schon seit immer richtig schlecht durchkämmen. Und Volumen habe ich auch genug. Ich dachte, das kann gar nichts werden. Aber ich hatte keine Wahl. Shampoo war alle und ich musste zur Arbeit. Deshalb probierte ich es aus.

Mit was werdet ihr jetzt nicht glauben: Ich benutzte die alte DB-Kernseife, die noch aus der Zeit stammte, wo mein Opa bei der Deutschen Bahn war. Ich war einfach verzweifelt. Und dann richtig überrascht.

Das Waschen klappte super. Die Seife schäumte toll auf, ich wusste also, dass ich den kompletten Haaransatz gut erwischt hatte. Nach dem Auswaschen waren die Haare dann auch total verworren und ich hätte sie nicht mit den Fingern durchkämmen können. Das versuchte ich aber auch gar nicht ernsthaft, sondern spülte mit meiner Essig-Mischung nach.

Und siehe da: Sie wurden wieder kontrollierbar.

Nach jetzt 3 oder 4 Haarwäschen mit Seife bin ich relativ begeistert. Die Haare werden super sauber und glänzen ganz wunderbar. Mit Essig-Conditioner werden sie dann auch wieder gut kämmbar. Allerdings nicht so, als hätte ich sie mit regulärem Shampoo und Spülung gewaschen.

Macht aber nix. So wie es gerade ist bin ich zufrieden. Ich denke ich werde mir demnächst mal spezifisch Seife fürs Haar oder eine spezielle Kernseife zulegen. Damit wird das Ergebnis dann bestimmt sehr zufriedenstellend.

Wiedersehen

Oktober 2, 2014

Wir haben uns wiedergesehen,
haben die Uhr zurück gedreht
und die Zeit nicht.

Was hinter uns liegt, ist die Vergangenheit
was vor uns ist, liegt im Schatten.

Ich liebe dich noch immer.
Ich liebe dich für immer.

Wir haben uns wieder gesehen
und seitdem sagt jeder Atemzug
du fehlst mir.
du FEHLST mir.
DU fehlst mir.

Das Licht, das auf uns fällt, kommt von der untergehenden Sonne in unserem Rücken
und die Vergangenheit wirft ihre Schatten voraus.

Problemlösungen fürs Zweigenerationenhaus

Oktober 1, 2014

Megaphon

Das Problem gehört damit auch bald der Vergangenheit an.

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